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I. Kapitel

Languedoc, Frühling 1284

Catarina wusste später nicht mehr, welches Geräusch in jener Nacht das unerträglichste gewesen war. Wenn sie sich nach der Lautstärke entschieden hätte, so wären es gewiss die Stimmen der eindringenden Männer gewesen, das Krachen der hölzernen Tore, die unter deren Fußtritten nachgaben, schließlich ihr lautes Gebrüll. Es bekundete keinerlei Willen, die schreckliche Anklage, die da gegen ihren Vater laut wurde, mit Maß und Vernunft zu begründen, sondern nur von der Gier, möglichst viel und möglichst schnell zu zerstören.

Aber der Lärm, den sie dabei machten, war nicht das Schlimmste - nicht das, was Catarina einem immerwährenden Echo gleich die nächsten Tage verfolgte. Die heisere Stimme des Vaters war es, des Grafen Pèire de Montpoix, einst zum hohen Adel Languedocs gehörend, jedoch längst verarmt, geschunden wie sein Land, das die Franzosen vor vielen Jahrzehnten den Ketzern entrissen hatten und das sie seitdem knechteten – ebenso unbarmherzig wie sich die eindringenden Männer gebärdeten. Pèire flüsterte mit Lorda, Catarinas Nutrix, die weit über die Zeit, da sie das Kindlein an ihrer dicken, weichen Brust genährt hatte, im Haus geblieben war. Als Witwe hatte sie keinen Platz, wo sie hingehen konnte; das Erbe ihres Gatten war nicht groß genug gewesen, um – wie manche ihresgleichen - davon den Lebensunterhalt zu bestreiten. Schließlich hatte sie auch Mitleid mit dem kleinen Würmchen hatte. So nannte sie Catarina, obwohl jene längst vom pausbäckigen Säuglinge zur dürren Sechzehnjährigen gewachsen war. Wiewohl sie bis vor kurzem noch beide Eltern hatte, so wähnte sich Lorda gewiss, dass jene der einzig überlebenden Tochter – die anderen Kinder waren tot geboren oder kaum älter als zwei Jahre geworden – zwar manches geben konnte, eine gute Erziehung, rechtes Benehmen und Frömmigkeit, jedoch nichts von dieser schlichten, immer ein wenig nach Schweiß müffelnden Herzlichkeit, mit der Lorda das Mädchen dann und wann an seinen Backen fasste und den Kopf an ihren Busen presste, auch wenn von diesem nicht mehr die klebrige Milch von einst zu erwarten war.

Lorda hatte ein gutes Herz hieß es. Offenbar war es zu gut gewesen, wie Catarina jetzt ihren verzweifelten Worten vernahm. Lorda suchte die Fragen des heiseren Vaters zu beantworten, fast gänzlich von jenem lauten, bösen Überfall übertönt. Doch auch das wenige, das sich bis zu Catarinas Ohr kämpften, verhießen Schreckliches.

Ketzer.
Immer wieder war von den Ketzern die Rede.
„Warum hast du das getan?“, stöhnte Pèire entsetzt. „Warum hast du das getan?“
Nie hatte Catarina den steifen Vater derart weinerlich gehört.

„Es sind doch auch Menschen“, klagte Lorda. „Und sie wollten gewiss niemandem etwas Böses tun. Drei Frauen waren es nur. Versteckten sich vor den Franziskanern im Wald und lebten dort ärmlich in einem dieser cluzel, einer in der Erde eingegrabenen Häuschen. Ich schwör’s Euch, Herr, ich habe nicht zugehört, wenn sie predigten. Ich habe mir mein Ohr nicht von ihrem Irrglauben vergiften lassen. Nur Essen habe ich ihnen gebracht .... nichts Feines ... das was von unserer Tafel übrig blieb. Sie essen ohnehin kaum mehr als Brot und die Früchte des Waldes ...“

Der Ton ihrer klagenden Stimme klang vertraut. Catarina hatte zwar noch nie erlebt, dass sie gegen den Vater zu zetern gewagt hätte. Aber ihrer Mutter war Lorda mit ähnlichem halb verzweifelten, halb rügenden Ton oftmals im Ohr gelegen. Dass ein junges Mädchen für gewöhnlich von der Mutter angeleitet werde, den Haushalt zu lernen. Dass sie, Félipa de Mont-Poix, leider gar nicht darauf achtete. Dass es auf dieser Welt nicht ausreichte, nur das rechte Beten zu lernen.

Lordas Worte hatten die Mutter nie erreicht. Und auch jetzt brach ihr Klagen ab. Zu Catarinas Erstaunen verstummte auch das Brüllen der Männer, die nächtlich das Haus ihres Vaters gestürmt hatten, die schlimmste Anklage auf den Lippen, die man sich denken könnte: Dass er, Pèire de Mont-Poix, den Ketzern Unterschlupf gewährt hätte. Dass er gewiss selbst einer wäre.

Das ist nicht wahr!, dachte Catarina verzweifelt, wissend, dass niemand sich so redlich und zugleich mit eiserner Verbissenheit bemühte ein guter Sohn der katholischen Kirche zu sein wie ihr Vater.

Freilich wagte sie es nicht, sich zu bemerkbar machen, versteckte sich vielmehr tiefer hinter der Türe, die ihr Zimmer vom Gang trennte.

Und auch als ihr Vater sich mit ähnlichen Worten verteidigte, darauf verwies, was eben Lorda gestanden hatte – dass sie allein hinter dem Rücken der gesamten Familia, des gesamten Haushalts  jenen Aposteln des Satans beigestanden hätte -, ja, da nützte es nichts.

„Was ihr mir vorwerft ist falsch!“, rief er vergebens. „Und wäre er richtig, so stünde mir in jedem Fall ein Prozess vor dem Inquisitionsgericht zu! Ihr aber dürft ganz gewiss nicht ...“

Seine klagenden Worte rissen ab.

Es folgte der Laut, der kaum weniger beängstigend in Catarinas Ohren nachklang als seine ungewohnt erregte Stimme: Das näselnde, zischende Geräusch einer Flamme, die zischend auflodert, um sich hernach durch alles zu fressen, was man ihrem gelb-roten Schlund entgegenstreckt.



Catarina zögerte lange, ihr Zimmer zu verlassen. Der Vater hatte es nur zu ausgewählten Stunden gestattet, wenn sie das Mahl einnahmen oder wenn er sie unterrichtete. Auch dann war sie meistens im oberen Stockwerk verblieben, wo – mit den seltenen Steinwänden von ihrem Gemach getrennt – die Eltern schliefen und wo, dies war das dritte Zimmer, gegessen wurde. Jene Räume hatten kleine Luken, die sie erhellten – im Gegensatz zum finsteren Erdgeschoß, wo es nur eine kleine Tür gab und wo die Dienstboten schliefen, Catarinas einstige Amme Lorda, die Mägde und die Pedicessa, die persönliche Dienerin ihrer Mutter.

Catarina hatte Lorda einmal gefragt, ob sie nicht Angst vor der Dunkelheit hätte, doch jene hatte den Kopf geschüttelt und in einem Anflug von Leichtfertigkeit (der bei ihr viel häufiger vorkam, als der Pèire geduldet hätte, hätte man es ihm zugetragen): „Lieber schlafe ich auf dem nackten Holzboden ... als in der Nähe der wachsamen Augen deines Vaters.“

Sie hatte kurz gezögert, war sich nicht sicher gewesen, ob sie folgendes dem Mädchen anvertrauen sollte und hatte dann doch der Redelust nachgegeben: „Er kann oft nicht schlafen, weißt du, und dann erhebt er sich von seinem Nachtlager und geht von Zimmer zu Zimmer, um die Schlafenden zu betrachten, um zu überprüfen, ob sie denn tatsächlich schlafen. Wer schläft kann nicht sündigen.“

Catarina hatte nicht recht verstanden, was sie meinte. In den folgenden Nächten war es ihr dennoch schwer gefallen, Schlaf zu finden; sie hatte gelauscht, ob irgendwo Schritte ertönten, das Knarzen der hölzernen Dielen, und wiewohl sie wusste, dass es der Vater immer nur gut mit ihr meinte, es nichts geben durfte, was sie vor ihm zu verbergen suchte, ja, es tatsächlich auch nichts gab – so war es ihr der Gedanke doch unangenehm, dass er sie heimlich beobachten konnte.

O, wie sehr wünsche sie sich jetzt, er möge zu ihr kommen, sie mit ernstem Lächeln betrachten, so wie er es oft tat (manchmal war ein wenig Wohlwollen daraus zu lesen, viel häufiger aber Unsicherheit, als wäre noch nicht letztgültig geklärt, ob sie das Kind war, auf das man stolz sein konnte), ja, wenn er nur bei ihr wäre, ihr sagen konnte, dass sie die aufgeregten Worte falsch verstanden hätte, die da ins nächtliche Zimmer geschwappt waren. Unmöglich, dass Lorda so dumm gewesen war, Ketzern, die sich im Wald versteckten, Essen zu bringen! Unmöglich, dass finstere Franzosen das Haus gestürmt hatten, um ... um es anzuzünden!

Freilich – der Vater hatte die Franzosen steht’s gefürchtet, vor allem einen von ihnen, dem Nachbarn ihres Grundstückes, das man dem früheren, okzitanischen Besitzer enteignet hatte. „Unser Haus deucht ihn gewiss zu ärmlich, um es haben zu wollen“, hatte Catarina ihn einmal sagen hören, „aber die Wiesen und die Felder .... sie würden seinen Besitz vergrößern ...“

Unausgesprochen ließ er damals, was Catarina jetzo dachte: Dass es am leichtesten war, jemandem den Grund und Boden zu stehlen, ja, ihn aus dem Weg zu schaffen, wenn man ihn der Ketzerei anklagte.

Doch hatte der Vater nicht eben noch verzweifelt einzumahnen versucht, dass hierfür ein Prozess notwendig wäre?

Niemand hatte sich um seine Worte geschert. Auch jetzt blieben sämtliches Gebrüll verstummte, nur das Prasseln wurde lauter. Es schien näher zu kommen, sie von allen Seiten einzukreisen; schon vermeinte sie bitteren Rauch in ihrem Mund zu schmecken. Catarina vergrub sich zuerst tief im Bett, hoffte, es möge ihr Zuflucht sein wie stets vor den Ängsten der Nacht. Doch unter der schweren Decke brach ihr der Schweiß hervor. Sie stand auf, zog über ihr dünnes Unterkleid das Obergewand aus Wolle, zögerte wieder eine Weile – schließlich durfte sie das Zimmer nicht ohne Erlaubnis verlassen.

Noch während sie unschlüssig verharrte, schwollen die lauten Stimmen wieder an, diesmal im Erdgeschoß. Fremde Stimmen, gereizt und zugleich höhnend, und vertraute Stimmen, nein eigentlich keine Stimmen, ein Kreischen, schrill und panisch. Die Franzosen waren wohl nach unten gegangen, kaum hatten sie das Haus in Brand gesteckt, und Lorda und Pèire waren ihnen dorthin gefolgt. Lorda war es denn auch, die dieses Kreischen ausstieß, es in kieksende Höhen trieb, die flehte und bettelte und abstritt ... und schließlich verstummte. Zuvor ein polterndes Geräusch, als würde ein Holzscheit entzwei gehauen.

Catarina stockte das Herz. Sie wollte der Ahnung nicht nachgeben, die in ihr aufstieg. Nicht Lorda, nicht Lorda, hämmerte es durch den Kopf. Lorda war dumm und manchmal dreist, aber zugleich warm und weich, warum sollte man ihr Böses tun?

Ihr Geräusch war kaum verebbt, da kreischten wieder Stimmen auf. Von den Mägden, deren Namen sie nicht wusste? Sie hoffte es, hoffte es so sehr. Es durfte nicht sein, dass der Vater schrie, so hoch, so unbeherrscht, er, der niemals ein lautes Wort sagte, selbst in Augenblick tiefster Verbitterung nur heiser flüsterte. Wer erhebt seine Stimme, wenn nicht der Sünder, der versucht, sein Unrecht abzustreiten, hatte er stets behauptet. Im übrigen würde es dem Sünder nie gelingen, seine Sünden zu leugnen. Nichts bliebe Gott verborgen; seine Engel hielten sämtliche Untaten des Menschen in einem ewigen Buch fest. Dagegen nütz es nicht anzuplärren, sondern lediglich Buße zu tun.

Doch es war tatsächlich der Vater, der ohrenbetäubend brüllte. Catarina versuchte Worte herauszuhören; gewiss verteidigt er sich, ganz gleich, was er stets über die Sünder sagte, gewiss versucht er ihnen erneut zu erklären, dass es nur Lorda war, die mit den Ketzern paktierte, und er selbst einen Prozess....

Doch der Vater war nicht mehr fähig, etwas zu erklären. Seine Schreie, durchsetzt von dumpfen, wuchtigen Schlägen, verkündeten keine vernünftigen Silben mehr ... nur Schmerzen, so heftige, so brutale, dass selbst ein beherrschter Mann wie er jegliche Macht über den zuckenden Leib verlor.

Catarina presste die Hände so fest ineinander, dass es schmerzte. Sie betete, versuchte es zumindest, doch desgleichen wie Pèire keine klaren Worte zustande brachte, so verhaspelten sie sich in ihrem Kopf. Nur zu einem Gedanken war sie noch fähig. Gut, dass es Mutter nicht erleben muss. Gut, dass sie gestorben ist.

Das war erst wenige Wochen her – und schien zugleich wie durch Ewigkeiten von diesem Augenblick getrennt, als hätte sich beides in unterschiedlichen Welten zugetragen, von denen die eine mit der anderen nichts zu tun hat.

Die Schreie verebbten in einem Ächzen. Kaum war es stark genug, das gierige Prasseln der Flammen zu übertönen. Catarina spürte, wie der Boden immer heißer wurde.

„Weg da!“, schrie einer der fremden Männer. „Wir müssen weg von hier!“

Das dumpfe Schlagen hatte sein Ende gefunden. Trampelnde Schritte waren das letzte durchdringende Geräusch, das von unten kam.

Zitternd öffnete Catarina die Türe, lugte über die Treppe, und als sie sah, was sich da ereignet hatte, in der Küche, nicht weit von der verwüsteten Herdstelle entfernt, da stieg ihr ein Würgen auf. Sie beugte sich vor und übergab sich.



„Vater...“, murmelte sie. „Vater...“

In ihrem Mund schmeckte es bitter ; wie verätzt fühlte sich die Kehle an.

Mühsam war sie zu Pèire gewankt, die letzten Schritte mehr robbend. An den Wänden und an der Decke leckten gierig die Flammen, aber ihre Beine hatten keine Kraft, davon zu laufen, sackten nieder. Sie versuchte Lordas Anblick zu meiden, wie sie da lag, mit verrenkten Gliedern, der dicke Leib so formlos als wäre er geplatzt und sein Inhalt auf dem Boden ausgeschüttet geworden. Ein übler Gestank entströmte ihm, den der Rauch nicht gänzlich zu schlucken vermochte, nach Kot, nach Urin.

Auch ihr Vater stank - nach Angstschweiß und Blut, so viel Blut. Seine Glieder waren nicht minder verrenkt, die Hände zu matschigem Brei geschlagen, die Augen geschwollen, die Stirne blutüberströmt.

„Vater“, schluchzte Catarina. „Vater...“

Sein Leib schien zu zucken. Vielleicht war es nur eine Sinnestäuschung, weil in der heißen Luft jegliches klare Bild verschwamm. Vielleicht waren aber doch noch Rest von Leben in seinem geschundenen Leib.

Tatsächlich war ihr, als würde sie ein Schnaufen vernehmen.

„Vater, was soll ich denn jetzt tun?“

Seine Lider flackerten, öffneten sich, unendlich langsam, als müssten sie sich gegen unmenschliches Gewicht stemmen.

„Catarina“, flüsterte er wieder. „Catarina, du musst fliehen… Sie haben uns Unrecht angetan, schreckliches Unrecht. Du musst fort von hier!“

Ein neuerliches Würgen stieg in ihr hoch, obgleich sie gewiss war, dass sie sämtlichen kargen Mageninhalt von sich gegeben hatte.

„Wohin soll ich denn?“, fragte sie verzweifelt. In ihrem Leben hatte es nie einen anderen Ort gegeben als das Domus des Vaters, mochte Lorda auch noch so oft beklagt haben, dass das Mädchen hier wie in einem Gefängnis gehalten würde und doch etwas von der Welt zu sehen bekommen sollte. Ihr Vater hatte darauf nicht einmal geantwortet, sie nur finster gemustert, ihr schließlich untersagt, dem Mädchen Flausen ins Ohr zu setzen.

„Catarina ...“, ächzte er. „Catarina .... hör mir zu, vergiss nie, dich an die Gebote des Herrn zu halten. So schmal ist der Weg der Gerechtigkeit. So zahlreich die Sünden, die an seinem Rande lauern...“

„Du hast nichts von den Ketzern gewusst, nicht wahr? Es war eine Lüge, dass du...“

„Eine schändliche Lüge, Catarina. Es war nur ein Vorwand, um....“

Er sprach nicht weiter, doch Catarina konnte sich denken, was ermeinte. Gewiss steckte der Nachbar dahinter, der nach ihrem Besitz gierte und auf einen Moment der Schwäche gewartet hatte – den sich nicht einmal Pèire selbst, sondern nur Lorda, ein Mitglied, seines Haushaltes, seiner Familia, geleistet hatte. Doch niemanden gab’s, der sich von diesem Umstand milde stimmen ließ, niemanden, der für Pèires Recht auf einen Prozess eintreten oder das, was man ihm in grausamer Selbstjustiz – wider allen kirchlichen Rechts - angetan hatte, ahnden würde. Wer würde denn hinterher auch beweisen können, dass Franzosen das Haus gestürmt und es angezündet hatten? Dass es nicht aufgrund der Unachtsamkeit einer der Mägde abgebrannt war?

Pèire mühte sich ächzend ab, den Kopf zu haben. „Catarina“, sprach er auf sie ein. „Catarina, du... du musst es der Welt beweisen, dass wir rechtgläubig sind. Dass ich stets ein treuer Sohn der Kirche gewesen bin.“

„Aber wie?“

„Du musst ... unseren Schatz retten. Du musst ihn behüten.“

Sie schluchzte auf, als sie fühlte, wie sein Atem schwächer wurde. Er versuchte, weitere Worte auszuspucken, doch sie schienen sich in seiner Kehle zu verfangen und in deren engen Schlund zu ersticken.

„Ja, ich schwöre es“, sprach sie hastig ohne genau zu wissen, was sie versprechen sollte, „ich schwöre, dass ich...“

Sie kam nicht weiter. Pèires Kopf kippte nach hinten, das klare Blau seiner oft so starren Augen verrutschte in ein gelbliches Weiß und was immer da auf die brennende Decke blickte, war kein menschliches Antlitz mehr, sondern die Fratze des Todes. Gleichwohl er sie nicht mehr warnen konnte, folgte Catarina seinem leeren Blick. Schon aus dem Augenwinkel sah sie, wie einzelne brennende Holzbalken sich lösten. Sie konnte sich gerade noch zur Seite rollen, ehe sie mit lautem Krachen niederstürzten und den toten Vater unter sich zu begruben.


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