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Die Gefährtin des Medicus - Ausführlicher Inhalt

Die Provence im 14. Jahrhundert:

Alaïs wächst als behütete Tochter von Ray und Caterina (den Helden aus dem Roman „Die Tochter des Ketzers“) im kleinen provençalischen Küstenort Sainte-Marthe auf.  Ray verdient sich als Fischer, ihre Mutter Caterina als Hebamme. So beschaulich und frei von Nöten ihr Alltag auch verläuft, erwartet die rastlose, abenteuerhungrige Alais doch mehr vom Leben. 

Es wandelt sich entscheidend, als im Dorf ein Wanderchirurg auftaucht: der ebenso ehrgeizige und skrupellose wie selbstbewusste Aurel Autard. Obwohl Chirurgen alles andere als einen guten Ruf genießen, ist er bestrebt, der beste seiner Zunft zu werden, die Medizin  zu revolutionieren und dafür notfalls über Grenzen, die die Kirche vorsieht, zu gehen. Alaïs ist von dem ungewöhnlichen und kompromisslosen Mann angezogen – und hilft ihm bei streng Verbotenem: Gemeinsam mit Aurels jüngerem Bruder Emeric, genannt Emy, versorgt sie ihn mit Leichen, die der Medicus heimlich seziert, um zu neuen anatomischen Erkenntnissen zu gelangen.

Ein unstetes Leben beginnt, als ihr geheimes Treiben vom Franziskanermönch Frère Laurent aufgedeckt und sie zur Flucht gezwungen werden. Alaïs folgt den beiden Brüdern nach Avignon, wo Aurel kurz als Leibarzt des Papstes Ruhm erlangt, aber frühzeitig von mächtigen Feinden vertrieben wird, und auf die Insel Mallorca, wohin Aurel einem seiner wenigen Gönner, dem exzentrischen Universalgelehrten Pio Navale, folgt. Sie begegnen Kaufleuten und Entdeckern, Huren und Königen, müssen mit politischen Intrigen und Giftmischern fertig werden, mit streitsüchtigen Quacksalbern und kriegerischen Sarazenen.

So sehr sich Aurel und Alaïs in ihrem Drang nach Freiheit und Unkonventionalität auch gleichen - so unterschiedlich ist ihr Wesen: Alaïs sprüht vor Lebenslust, giert nach Abwechslung und Leichtigkeit und fühlt sich beim Tanzen und Trinken am wohlsten. Aurel hingegen hastet ruhelos von Kranken zu Kranken, einzig bestrebt, sein chirurgisches Können zu verfeinern und blind für alle Menschen, sofern sie ihn dabei nicht bedingungslos unterstützen. Doch obwohl oft Streit zwischen ihnen herrscht und Aurel mit seiner Gleichgültigkeit Alaïs immer wieder vor den Kopf stößt - ganz kann sie nie von ihm lassen. 

Dann freilich stellt das Schicksal sie beide vor die größte Herausforderung ihres Lebens: der Pest.
Die unheilbare Seuche führt den Chirurgen an seine Grenzen - und
Alaïs zu der Frage, ob sich die vielen Opfer, die sie für ihn brachte, wirklich lohnen...


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