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Blogbeiträge September 2009

28. September

Von Computern und anderen Katastrophen

Ich verbringe in diesen Tagen ungleich mehr Zeit vor dem Laptop als sonst. Während ich persönlich noch schweingrippefrei bin, ist selbiger nämlich wieder einmal von einem Virus der übelsten Sorte befallen worden. Eine ähnliche Katastrophe gab's vor wenigen Monaten schon einmal - seinerzeit auf dem alten Laptop. Aber offenbar verhält es sich mit Computern wie mit Partnern - nach der ersten großen Krise ist entweder Schluss oder man wächst erst richtig zusammen.

Der erste Gedanke bei solchem Crash ist bei Autoren ja immer: Ist die aktuelle Romanversion gesichert? In den wenigen Minuten, da ich mir dessen nicht so sicher war, ging mein Puls in unerträgliche Höhen. Was mich zur Frage führt, wie Autoren vergangener Epochen nur damit leben konntenn, ihr Werk nicht auf externen Festplatten und Laufwerken zu speichern, sicherheitshalber auszudrucken und zu kopieren oder zig Leuten in elektronischer Form zu mailen - die ihre Ergüsse folglich auf leicht brennbares oder sonst wie zerstörbares Papier festhielten, ohne Möglichkeit, dieses schnell mal so nebenbei zu vervielfältigen. Es gibt diverse Schriftsteller, die ihre Originalmanuskripte an Verleger schickten - meines Wissens gehörte auch Thomas Mann dazu - was, wenn die niemals angekommen wären?

Andere Frage: Ungeachtet des zerrütteten Nervenkostüms der Schriftsteller - wie viele große Werke der Weltliteratur sind uns vielleicht tatsächlich verloren gegangen, weil die Originalfassung Brände, Stürme, launige Postboten nicht überlebt haben oder weil sie das Pech hatten, in der Bibliothek von Alexandria aufbewahrt zu werden?

Im Lichte solcher Szenarien erscheint mir meine persönliche Katastrophe wie ein Kataströphchen, als erträgliches "Opfer an den Unfallgott" sozusagen, und ich nehme meine bitterböse Flüche auf die Technik im Allgemeinen und Trojaner im Besonderen gleich wieder kleinlaut zurück....


24. September

Verschiedenes

Ein Familienbesuch aus Österreich hat dazu geführt, dass dieser Blog für längere Zeit geruht hat. Die Arbeit an Saga Nr. 2 ist hingegen unbeirrt weitergegangen. Die Rohfassung hat mittlerweile den Feinschliff bekommen - jetzt tausche ich erstmals Autoren- mit Leserperspektive, um den Text in einem Rutsch zu lesen.

Ansonsten gilt es zur Zeit ein paar Termine festzuklopfen: Demnächst steht die Frankfurter Buchmesse an - und wie immer ist das eine gute Gelegenheit für diverse Treffen. Außerdem wurde diese Woche der erste Lesungstermin für das Jahr 2010 vereinbart, der mich im April nach Hilden führen wird (die Details werden natürlich demnächst hier bekannt gegeben). Zwei Neuigkeiten, die mich sehr freuen: Zum einen habe ich erstmals die Verlagsvorschauen für "Projekt Aurora" zu sehen bekommen und bin von den wunderschön gestalteteten drei Doppelseiten sehr begeistert! Außerdem habe ich erfahren, dass es eine zweite Auflage von meinem Provence-Roman "Die Gefährtin des Medicus" geben wird - ein Zeichen, dass Emy, Aurel und Alais bei den Lesern gut ankommen :-)


17. September

Hörbuch

Eine schöne Nachricht erreichte mich diese Woche vom Fischerverlag. "Projekt Aurora" (bald werde ich an dieser Stelle auch den offiziellen Titel nennen können), das bekanntlich im März bei Krüger erscheint, wird es auch als Hörbuch geben. Herausgeber wird der Hörverlag sein. Geplant ist die Besetzung der männlichen und weiblichen Perpsektive mit jeweils einer eigenen Stimme - im Gespräch dafür sind zwei namhafte Schauspieler.

Ich bin hochgespannt, wer am Ende liest und wie es klingen wird - und freue mich einstweilen auf mein nunmehr erstes Hörbuch.


15. September

Update

Ich habe wieder einmal ein paar neue Rezensionen zu meinen Romanen bekommen - und die entsprechende Seite meiner Homepage, Presse, auf den aktuellen Stand gebracht.


13. September

Hessenpark

In Saga 2 geht es, wie an dieser Stelle schon mal erwähnt, u.a. um Schafzucht. In den letzten Monaten habe ich viel darüber gelesen - aber natürlich sollte neben all dem erworbenen Fachwissen auch der "sinnliche" Aspekt nicht fehlen. Grund genug, das Freilichtmuseum Hessenpark zu besuchen, um dort den Tieren in natura zu begegnen.

Sehr inspirierend waren dort natürlich auch die vielen Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Auch wenn die Sage in exotischeren Gefilden spielt, spiegelt diese einfache, karge, aufs tägliche Überleben ausgerichtete Lebensweise, in die ich Einblick bekam, doch die Atmosphäre meiner Bücher sehr gut wieder.


8. September

Kleiner Werkstattbericht

Seit Anfang dieses Monats bin ich mit der Überarbeitung von Saga 2 beschäftigt und komme gut voran. Vieles ist noch zu schleifen bzw. "glattzubügeln" - doch bis jetzt waren noch keine gröberen Reparaturmaßnahmen, die tief in den Plot oder die Charaktere eingreifen, notwendig. Wie immer ist es ein faszinierender Prozess, wenn aus den vielen einzelnen Szenen ein ganzes wird. Ein wenig erinnert das an meine Arbeit beim Fernsehen: Zunächst wird Bild an Bild gefügt - und dann kommt der spannende Moment, da man den Beitrag abspielt und einen ersten Eindruck bekommt, ob er funktioniert. Besonders bei den Filmtrailern, die ich für Pro 7 prdouziere, ist das sehr spannend - da hier die Musik einen ganz wesentlichen Beitrag leistet, um die Sache rund zu machen, diese aber natürlich erst dann zum Einsatz kommen kann, wenn der grobe Schnitt abgeschlossen ist.

Damit bin ich gleich bei der zweiten Tätigkeit, die diese Tage ausfüllt: Morgen geht es nach Köln, wo die Produktion solcher Filmtipps und danach weiterer Folgen von "N24-Ethik" ansteht. Bei der Auswahl der Filme gönnte mir Pro 7 diesmal keine historischen Leckerbissen à la "Marie Antoinette", aber immerhin einen der Star Wars Filme. So wenig ich mit Sci-Fi-Stoffen, hässlich sprechenden wie aussehnden Aliens oder sich bombardierenden Raumschiffen normalerweise am Hut habe - den Handlungsstrang, in dem Anakin Skywalker zu Darth Vader wird vice versa, fand ich immer faszinierend. Ich liebe nunmal Bösewichte, die ein Hauch von Tragik umgibt, vor allem aber: die zerrissen, also nicht durch und durch schlecht sind und bei denen ein Wandel zum Guten noch möglich ist. Die Konflikte, in die diese Bösewichter die Helden der Geschichte stürzen, erscheinen mir zudem ungleich facettenreicher, als jene, die die dumpfen Störenfriede ohne Tiefgang und Einsicht auslösen.


3. September

Als Cover-Wochen...

...könnte ich die zurückliegenden Tage bezeichnen. Nach dem Cover von "Projekt Aurora" bekam ich nun nämlich auch das von der Saga Teil 1 zu sehen. Es ist sehr gelungen - und was mich besonders freut: Es zeigt u.a. das bekannteste landschaftliche Motiv des Gebiets, in dem die Saga spielt. Noch kann ich Ihnen auch dieses Cover nicht zeigen, sondern muss an Ihre Geduld appellieren, bis die Verlagsvorschauen offiziell erscheinen. An dieser Stelle "vorführbar" ist allerdings das Cover von einer Lizenzausgabe der "Tochter des Ketzers". Diese ist innerhalb der Mail-Order-Reihe "Hexen, Mägde, Königinnen" beim Buchclub erhältlich, und gestern erreichten mich die Belegexemplare.


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