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Ein kleiner Nachtrag... ...zu meinen beiden Top-Events in dieser Woche: Die gestrige, knapp halbstündige Aufzeichnung von "Auserlesen" ging wie im Flug vorüber. Als Titus Müller, der einen sehr authentischen, lebendigen, interessierten Moderator abgibt - Respekt! -, zur letzten Frage ansetzte, glaubte ich, dass erst zehn Minuten vergangen wären. Bester Beweis dafür, dass es ein sehr unterhaltsames, kurzweiliges, interessantes Gespräch war. Ich werde an dieser Stelle noch den genauen Sendetermin bzw. den Link zur Internetseite, wo man später den Videoclip abrufen kann, bekannt geben, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Der
Fototermin am Dienstag wiederum - wie sollte ich den anderes kommentieren
als mit der Frage: Und da hat Heidi Klum auf Pro7 monatelang nach Germanys
next Top Model gesucht? ;-))) Jetzt ist wieder üblicher Schreiballtag angesagt: "Projekt Aurora" wächst täglich...
Seitenwechsel Als Fernsehjournalistin bin ich es eigentlich gewohnt, lediglich hinter der Kamera zu agieren - sprich: Sendungen redaktionell vorzubereiten und zu begleiten. Bei Talkformaten wie "N24 - Ethik", für das ich seit vielen Jahren arbeite, bedeutet das in erster Linie, Themen zu finden, zu gewichten und zu strukturieren, die der Moderator dann mit seinem Gast abhandelt. In der kommenden Woche werde ich erstmals die Seiten wechseln und nicht Redakteurin, sondern selbst der Gast sein - in der Literatursendung meines Autorenkollegen Titus Müller nämlich: "Auserlesen". Ich bin schon sehr, sehr gespannt, wie dieses fast halbstündige Gespräch am Mittwoch verlaufen wird - und ob ich mich an das halten kann, was wir unserem Moderator stets einbläuen: Möglichst authentisch zu sein. Wie es sich vor der Kamera anfühlt, kann ich einen Tag zuvor schon etwas üben - da werden nämlich Autorenfotos für den Fischerverlag, sprich: für das "Projekt Aurora" gemacht.
Mit Buchtipps... ...halte ich mich an dieser Stelle eigentlich meist zurück, weil dieses ein Autoren-, kein Leserblog sein soll. Dennoch will ich den Roman, den ich gerade lese, an dieser Stelle erwähnen - weil mich schon seit langem kein Buch mehr so fasziniert hat. Die Rede ist von Andrew Davidsons "Gargoyle" - die Liebesgeschichte zwischen einem verkrachten, zynischen Pornodarsteller, der nach einem Autounfall mit schwersten Verbrennungen im Krankenhaus liegt, und einer durchgeknallten Künstlerin, die eines Tages an seinem Krankenbett erscheint und behauptet, dass sie einst im Mittelalter Liebende gewesen seien. Er war damals Söldner, sie Nonne. Was mich für diesen Roman so einnimmt, ist der wilde, virtuose, verrückte und geniale Mix von Themen, die nichts miteinander zu tun haben und überhaupt nicht zueinander passen: Über mittelalterliche Mystik erfährt man auf der einen Seite, über japanische Delikatessen auf der nächsten. Schilderungen des Alltags eines Pornodarstellers folgen medizinische Ausführungen über die Behandlung von Schwerstverbrannten. Mythen, Sagen, Märchen werden mit äußerstem Realismus verquickt. Alles in allem: Ein wilder Ritt durch die europäische Geistesgeschichte - allerdings vor einem Setting, wo man diesen am allerwenigsten erwartet. Das macht diesen Roman ungewöhnlich. Ziemlich merkwürdig. Und sehr mutig.
Rachmaninov Musik spielt für mich eine sehr wichtige Rolle beim Schreiben. Ich habe an dieser Stelle schon mal erwähnt, dass viele meiner Romane oder Protagonisten ihren eigenen "Musiktitel" haben, der mich beim Schreibprozess begleitet hat, oder dass ich schon mal Leitmotive selbst komponiere. Doch noch nie hatte Musik in einem meiner Bücher einen so hohen Stellenwert wie nun im "Projekt Aurora". Das zentrale Stück, das eine ganz besonders wichtige Rolle spielt, stammt von einem meiner Lieblingskomponisten, Sergej Rachmaninov . Gemeint ist die "Sonate in G-moll für Klavier und Violoncello, op. 19". Unglaublich, welch starke Gefühle manch Takte (übrigens haarscharf am Kitsch vorbeischrammend) auslösen: Sehnsucht, Traurigkeit, Freiheit, Erfüllung etc. Cello
spielen kann ich zwar leider nicht, aber ich versuche mich zumindest am
Klavier an diesem Stück. Ich muss allerdings gestehen: Wenn ich ähnlich
dilettantisch schreiben würde wie Klavier spielen, würde wohl niemand
dieses Buch verlegen wollen ;-)
20jähriges Schreibjubiläum Eigentlich habe ich schon als sehr kleines Kind behauptet, mal Schriftstellerin werden zu wollen, und mich schon früh an der einen oder anderen Geschichte versucht. Doch meinen ersten abgeschlossenen Roman (oder wie immer man diese ca. 110 Seiten bezeichnen will) habe ich erst mit 14 Jahren geschrieben. In diesem Jahr ist das genau zwanzig Jahre her. An welchem Tag ich damals zu schreiben begonnen habe (und ich nun dieses Jubiläum feiern könnte), weiß ich nicht mehr. Allerdings kann ich mich noch sehr gut an den Inhalt dieser ersten Geschichte mit dem Namen "Die letzte Lilie" erinnern: Es ging um die Französische Revolution, erlebt aus der Perspektive von "Madame Royale", der Tochter von Marie Antoinette und Louis XVI., die als einzige ihrer Familie die Revolution überlebte. Die Gründlichkeit der historischen Recherchen und die Sensibilität für gesellschaftspolitische Fragen lassen rückblickend sehr zu wünschen übrig - mein Blick auf die Geschichte fiel damals sehr verklärt und naiv aus. Aber die Passion, mit der ich Originalschauplätze in Paris inspizierte, ist die gleiche, die mich auch heute noch während Recherchereisen antreibt. Als würde mir der Sender ein persönliches Geschenk zu meinem Schreibjubiläum machen, sendet Pro 7 Ende Mai Sofia Coppolas Spielfilm "Marie Antoinette" - und ich darf kreativ werden, nämlich in der nächsten Woche einen meiner Filmtipps dazu produzieren. Der Film ist nicht unumstritten und wurde von vielen Kritikern zerrissen - ich aber fand ihn schon vor drei Jahren im Kino sehr sehenswert und werde die Arbeit als eine Art "Nostalgietrip" zu meinen Schreibanfängen nutzen.
"Projekt Aurora" Wer sich schon bisher schwer damit getan hat, die Bücher, die bei mir aktuell in der Mache sind bzw. demnächst unter diversen Pseudonymen erscheinen werden, zu überblicken, den muss ich gleich zusätzlich verwirren. Nach der Abgabe von Saga Eins geht es nämlich nicht gleich wieder mit Saga zwei weiter. Stattdessen hat in den nächsten drei Monaten ein Buchprojekt den Vorrang, das sich sehr kurzfristig ergeben hat und dessen erste Schritte (Exposé und Textproben) ich dem geneigten Blogleser bis jetzt vorenthalten habe. Nun ist es an der Zeit, das Geheimnis zumindest ein klein wenig zu lüften, wenngleich ich in diesem Stadium noch nicht zu viel verraten möchte: Ich werde das Buch hier im Blog künftig als "Projekt Aurora" bezeichnen, obwohl das nichts über den künftigen Titel, sondern lediglich den Namen einer der Hauptprotagonistinnen verrät. Über das Genre sei so viel gesagt, dass es nichts mit der Historie zu tun hat, sondern in der Gegenwart spielt (ein Novum für mich). Der Schauplatz ist nicht in Frankreich, Italien oder noch exotischeren Gefilden angesiedelt, sondern ein für mich sehr vertrautes Terrain (für eine Österreicherin, die in Deutschland lebt, bleiben somit zwei Länder zur Auswahl). Geplant ist ein Erscheinen in nicht allzu ferner Zukunft beim Krüger Verlag, und zwar - was mich besonders freut - als Hardcover. Ein Pseudonym ist auch bereits gefunden. Nun wird aber der Schleier wieder gesenkt - vielleicht können Sie in den nächsten Wochen den ein oder anderen Schatten dahinter aufblitzen sehen...
Caravaggio Nachdem mittlerweile die aktuellen Verlagsvorschauen vorliegen und das Buch bereits bei Amazon und anderen Internet-Anbietern gelistet ist, kann ich nun etwas mehr über meinen Kunst-Krimi verraten, der im Dezember 2009 unter dem Pseudonym "Katharina Till" und dem Titel "Sünde" erscheinen wird. Im Mittelpunkt steht ein Gemälde von Caravaggio - dem ebenso begnadeten wie exzentrischen, innovativen wie durchgeknalltem Barock-Maler, mit dem ich mich während der Entstehung von "Engelsblut" erstmals ausführlich beschäftigt habe und der mich seitdem zunehmend fasziniert hat. Dass die Veröffentlichung des Buchs, das eigentlich schon viel früher entstanden ist, nun am Anfang des "Caravaggio-Jahrs" steht - 2010 jährt sich sein Todestag zum 400. Mal - macht den Zeitpunkt nahezu perfekt. Hier nun ein kurzer Blick auf Cover und Inhalt:
Blogbeiträge
Februar 2009 Blogbeiträge
Dezember 2008
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