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Blogeinträge Juli 2009

27. Juli

Recherchen in Salzburg

Zugegenermaßen fühlt es sich ziemlich komisch an, dass ich in diesen Tagen für mein "Projekt Aurora" einige Originalschauplätze in Salzburg aufsuche. Obwohl Recherchereisen für mich nichts Ungewöhnliches sind, ist dieser Kurztripp in die Stadt, wo der erste Teil des Romans angesiedelt ist, in zweierlei Hinsicht ein Novum.

Zum einen geht es erstmalig um eine Geschichte, die in der Gegenwart spielt. Das bedeutet, dass ich mir bei all den Schauplätzen nichts weg- oder dazudenken muss wie bei meinen Historischen Romanen, sondern sie eins zu eins beschreiben kann. Das schafft eine noch größere Nähe zu den Romanszenen. Heute z.B. bin ich einem Café gesessen, in dem eine wichtige Begegnung meiner Protagonisten stattfindet, und hatte das Gefühl, dass meine Romanfiguren sich jederzeit zu mir setzen und einen Cappuccino bestellen könnten. War beinahe unheimlich.

Zum andern ist Salzburg zutiefst vertrautes Terrain. Während ich sonst Romane in der Fremde ansiedle, die es nach und nach zu erforschen gilt, kenne ich diese Stadt wie meine Westentasche. Die Orte, die ich nun durch die Augen meiner Protagonisten betrachte, sind Orte, an denen ich während sieben Jahre meines Lebens gelacht, gelernt, geflirtet, diskutiert, gefeiert, gestritten, geshoppt usw. habe, also sehr starkvon Nostalgie besetzte. Zwei Leben scheinen sich da zu vermischen: mein vergangenes und das fiktive meiner Protagonisten.

Unverzichtbar ist dieser Abstecher trotz aller Vertrautheit mit den Locations allemal: So habe ich es in dem Manuskript so dargestellt, als könnte man von einer bestimmten Straßenkreuzung aus die Hohensalzburg sehen - was definitiv der Fall ist. Gott sei Dank bleibt noch genügend Zeit, das zu korrigieren.


21. Juli

Fotos

Ich habe die Fotogalerie meiner Lesungen mit Bildern der letzten Veranstaltungen ergänzt. Mehr sehen Sie hier!


20. Juli

Neues aus der Schreibwerkstatt

Ich habe schon seit längerem nicht mehr erwähnt, an welchem Projekt ich eigentlich gerade arbeite und wie weit dieses fortgeschritten ist - das will ich nun nachholen.

Ich habe "Projekt Aurora" nach dem Feedback der Testleser noch einmal überarbeitet und es mittlerweile abgegeben. In den nächsten zwei Wochen wird es mich allerdings noch ein bisschen beschäftigen: Ich bin nämlich gerade in Österreich und hier werde ich noch den ein oder anderen Originalschauplatz besuchen, um meine Schilderungen von örtlichen Gegebenheiten zu überprüfen und notfalls zu korrigieren. Für mich ist es ein ungewohntes Gefühl, mal in vertrauter Heimat und nicht - wie üblich - in Frankreich auf den Spuren meiner Protagonisten zu wandeln.

Außerdem geht nun wieder zügig mit dem zweiten Teil der Saga voran. Nachdem das Gerüst Mitte April erstmal grob stand, habe ich das Manuskript für einige Zeit liegen gelassen. In Gedanken war ich natürlich sehr oft bei diesem Roman, habe sozusagen Zwiesprache mit den Protagonisten gehalten. Mich jetzt an die Ausformulierung der Szenen zu machen, fühlt sich darum ein wenig so an, als würde ich alte Bekannte wiedertreffen. Auf ca.130.000 Wörtern ist das Manuskript mittlerweile angewachsen, das sind in etwa zwei Drittel des Gesamtumfangs. Geplant ist eine intensive Schreibphase bis etwa Anfang September. Dann folgt übliches Prozedere: erste Überarbeitung, Testleser, zweite Überarbeitung, letzter Schliff, Abgabe, Lektorat...


16. Juli

Link

Wie hier vor kurzem versprochen folgt an dieser Stelle der Link zur Literatursendung "Auserlesen", in der ich Gast war:

http://www.hopechannel.de/mediathek/programm/media/629/


14. Juli

Flüche

Die werte Autorin sitzt zur Zeit meist unflätigst fluchend vor dem Laptop. Nein, es ist kein Roman, der diese Zornausbrüche bedingt. Vielmehr steht die Aufgabe an, für meine wachsende Zahl an neuen Autorenidentitäten auch jeweilige Homepages zu basteln. Zeit, bis es damit "ernst" wird, sprich: die Pseudonymbücher im Laden stehen, bleibt zwar noch genügend - aber die scheint für diesen Kraftakt auch nötig.

Mit dem neuen Laptop erfolgte nämlich auch ein Wechsel von Frontpage zu Dreamweaver, und wie so ein neues Programm funktioniert will, frei nach der Try-and-Error-Methode, erstmal erlernt werden. Dazu ist leider nicht so viel Geduld vorhanden, wie für das Plotten eines Romans oder dem Feilen am selbigen...


12. Juli

Artikel

Im Delmenhorster Kurier ist ein Artikel zu meiner Lesung - "Ein Grundkurs in mittelalterlicher Medizin" - erschienen und hier nachzulesen.


8. Juli

Lesung in Delmenhorst

Die letzte Lesereise hat mich gen Osten geführt – morgen nun breche ich in den Norden auf, nämlich nach Delmenhorst, wo um 20.00 eine Lesung in der Buchhandlung Decius angesetzt ist. Auf dem Programm steht wieder „Die Gefährtin des Medicus“, sprich: ein erster Einblick in die mittelalterliche Chirurgie.

Zugegebenermaßen ist das ein ziemlich blutiges Thema, das dem Zuhörer einiges zumutet. Ich hoffe, ich kann die archaische Schilderung eines Kaiserschnitts, die sensiblen Gemütern schon mal auf den Magen schlägt, ein wenig abmildern, indem ich zwischendurch erzähle, wie man sich im Mittelalter die Fortpflanzung vorstellte - was durchaus skurril und auch ein wenig anzüglich anmutet. Falls Sie also in der Nähe sind und etwas zum Gruseln wie zum Schmunzeln hören wollen – Sie sind herzlich eingeladen!


5. Juli

Einfache Kost

In diesen schwül-sommerlichen Tagen, wo selbst die Kopfarbeit irgendwie schweißtreibend ist, bleibt mein Herd meistens aus. Kalte Küche ist angesagt – und dieses Jahr haben sich folgende zwei Sommergerichte als Favoriten herausgeschält: Zum einen getoastetes Vollkornbrot, das erst mit Olivenöl und Balamico-Essenz beträufelt und dann mit frischen Tomaten belegt wird. Zum anderen ein Müsli aus Heidelbeeren, Haferflocken, Joghurt und Ahornsirup. Beides (rein subjektiv) lecker. Beides (auch objektiv gesehen) gesund.

Keine Angst: Weder plane ich, ein Kochbuch auf den Markt zu bringen noch künftig über Essgewohnheiten zu bloggen. Wenn ich sie an dieser Stelle dennoch vor der Öffentlichkeit ausbreite, hat das einen Grund:.Kochen und Schreiben haben nämlich durchaus etwas gemeinsam: Eine schnelle und einfache Zubereitung muss kein Indiz für mangelnde Qualität sein – manchmal gilt vielmehr sogar das Gegenteil. Stimmen die Zutaten, ist Schlichtheit und Schnörkellosigkeit durchaus erstrebenswert.

Ich will mich gewiss nicht zur Advokatin von Fastfood machen – weder in kulinarischer, noch in literarischer Hinsicht.Wer jahrelang von Pizza und Pommes lebt und sich beim Anblick einer Salatgurke wundert, seit wann die Salami grün ist, hat sich m.E. zweiffellos den Geschmack verdorben. Dennoch: Das Komplizierte, Aufwändige, Durchgrübelte, Gefeilte muss nicht immer das beste sein. Zur rechten Zeit schlägt ein banales Butterbrot selbst die Molekularküche (deren Fan ich übrigens auch bin).

Manchmal sind nicht die Romanideen am besten, über die wir jahrelang nachgedacht haben, sondern die ganz spontanen Eingebungen. Sätzen, an denen man zigfach gedreht hat, reichen oft nicht an Formulierungen heran, die leichtfüßig wie aus dem Nichts getappt kommen. Romanfiguren, in deren komplexe Charakterwindungen wir uns bedeutungsschwanger verirren wie in einem Labyrinth, sind oft weniger lebendig als die unsichtbaren Kumpels, mit denen wir so nebenbei und ganz selbstverständlich beim Joggen plauschen.

An dieser Stelle darum ein sommerlich-warmes Hoch auf die Leichtigkeit, Schlichtheit, Schnelligkeit, Unkompliziertheit! Nicht immer Garantie für Gaumenschmaus und Lesevergnügen – aber in einigen Lebenslagen eben doch.


2. Juli

Katastrophen

Im Leben einer Autorin gibt es kleinere und größere Katastrophen. Ein absolutes Fiasko ist es allerdings, wenn das wichtigste Arbeitsinstrument streikt – der Laptop. Genau das ist mir passiert – weswegen es (und nicht etwa temperaturbedingter Faulheit geschuldet) so lange keinen neuen Blogeintrag gab.

Mittlerweile wurde ein neuer Rechner angeschafft, und so kann ich gerade noch rechtzeitig die Sendung „Auserlesen“ ankündigen. Von der Aufzeichnung im Mai habe ich ja schon berichtet,  am kommenden Samstag wird sie nun um 16.00 auf Rhein-Main-TV ausgestrahlt. Falls Sie den Sender nicht empfangen – nach Ausstrahlung gibt es die Möglichkeit, die Sendung auch im Internet zu sehen. Der entsprechende Link folgt.


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