Überarbeitung Die Manuskripte, an denen ich arbeite, befinden sich nach Abschluss der eigentlichen Schreibarbeit, in unterschiedlichen Überarbeitungsstadien. Zunächst gibt es die "Rohfassung", an der akribisch gefeilt wird und bei der häufig noch große Eingriffe gemacht werden. Die "überarbeitete Rohfassung" lese ich anschließend in einem Rutsch, sodass - nach weiteren Korrekturen - die "erste vorläufige Endfassung" vorliegt, die an die Testleser geht. Danach wird noch einmal viel gegrübelt, viel geschliffen, manches neu geschrieben, gestrichen oder umgebaut. Und nach einem letzten Lesedurchgang der "zweiten vorläufen Endfassung" wird die "Endfassung" an den Verlag geschickt. Diesen Stadien entsprechend kann ich vom Fortschritt meiner aktuellen Projekte wie folgt berichten: Bei Teil 1 meiner historischen Trilogie ist die Rohfassung abgeschlossen und steht somit der erste Überarbeitungsdurchgang an. Das zweite Leah-Cohn-Buch liegt unterdessen beim Testleser, der - wie gewohnt - jene Schwachstellen findet, von denen ich selbst schon ahnte. Gerade durch die zeitliche Distanz und die Beschäftigung mit anderen Projekten wird aber immer klarer, wie diese Schwachstellen zu beheben sein werden. Beide Projekte - so der Plan - sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Danach geht es - das kann ich nun endlich verraten - wieder nach Chile. Auf die Bände 1 und 2 meiner dort angesiedelten Familiensagas werden nämlich Band 3 und 4 folgen. Darauf freue ich mich schon sehr! Kleiner Nachtrag: Von meiner Lesung in Hamburg im Rahmen der Vattenfall Lesetage gibt es hier ein paar Fotos zu sehen. Lesungen Nach meiner kurzen Lesereise bin ich nun wieder nach Frankfurt zurückgekehrt. Beide Veranstaltungen waren ein voller Erfolg. In Hamburg fand am Dienstag bekanntlich meine Premierenlesung aus "Der Kuss des Morgenlichts" statt. Es war ein ganz eigenartiges Gefühl, zum ersten Mal mit "Frau Cohn" angesprochen zu werden. Besondere Konzentration verlangte es auch, die Bücher entsprechend zu signieren und nicht wie gewohnt Julia Kröhn reinzuschreiben ;-) Worüber ich mich besonders gefreut habe waren die vielen sehr jungen Besucherinnen der Lesung - eine für mich noch etwas ungewohnte Zielgruppe! In Hilden stand gestern dann die "Gefährtin des Medicus" auf dem Programm. Das Publikum interessierte sich sehr für meine Ausführungen zur mittelalterlichen Chirurgie - was vielleicht daran liegen mag, dass einer der berühmtesten Söhne dieser Stadt der berührte Chirurg Wilhelm Fabry ist. Er lebte zwar erst zweihundert Jahre nach meinem fiktiven Aurel Autard - doch viele Behandlungsmethoden und anatomische Kenntnisse sind auf ähnlichem Stand gewesen. Ein weiteres Highlight dieser Woche, das ich an dieser Stelle auch noch einmal verkündet möchte: Der Kuss des Morgenlichts "klopft" an der Bestsellerliste. (Mehr dazu hier.) Dass es mein Buch so bald nach seinem Erscheinen in die Top 100 der meistverkauften Hardcover der Woche gebracht hat, freut mich natürlich wahnsinnig! Sonnen- und Vulkantage Kommende Woche stehen bei mir allerdings auch wieder Reisen an (per Bahn, nicht per Flugzeug). Eine führt mich nach Hamburg, eine nach Hilden - und beide Male geht's zu Lesungen. Mehr Informationen dazu gibt's unter Termine. Hörbuch und Maxi Heute morgen brachte der Postbote die Belegeexemplare des Hörbuchs vom "Kuss des Morgenlichts" - und ich höre seitdem immer mal wieder begeistert rein. Es ist ein für mich neues und nicht zuletzt darum fantastisches Erlebnis, die eigene Geschichte von zwei so tollen Sprechern wie Anna Thalbach und Andreas Fröhlich vorgelesen zu bekommen. Das schafft eine ganz eigentümliche Distanz zum Text - bei manchen Szenen und Beschreibungen kann ich gar nicht recht glauben, dass das aus meiner Feder stammen soll. Heute ist zudem die Mai-Ausgabe der Frauenzeitschrift "Maxi" erschienen. Darin befindet sich anlässlich des Aufrufs zum diesjährigen Literaturwettbewerb, dessen Patin ich (alias Leah Cohn) bin, eine Leseprobe vom "Kuss des Morgenlichts" und ein Interview mit mir. Über letzteres habe ich an dieser Stelle schon einmal berichtet - nun können Sie es hier nachlesen. Vorhang auf! Es ist so weit. Etwas früher als erwartet hat mein Roman "Der Kuss des Morgenlichts" seine Reise in den Buchhandel und somit zu hoffentlich ganz vielen Lesern angetreten. Heute bin ich einer alten Gewohnheit bei Erscheinen eines neuen Buchs gefolgt und habe wieder mal eine "Pilgerreise" in diverse Buchhandelungen unternommen, um mich an den Stapeln dieses Romankindes zu freuen. Ein ganz besonderes Erlebnis war es dabei, in ein und derselben Buchhandlung nicht nur den neuen Cohn, sondern auch einen Julia-Kröhn-Mittelalterroman und Katharina Tills "Sünde" vorzufinden. Zur akuten Symptomen der Persönlichkeitsspaltung führte das aber nicht - vielmehr zu ganz viel Dankbarkeit, diesen wunderbaren Beruf ausüben und so viele Geschichten erzählen zu dürfen. Übrigens: Hier finden Sie eine Leseprobe vom "Kuss des Morgenlichts". Hier gibt's weitere Auszüge aus dem Hörbuch, wo nicht nur Anna Thalbach, sondern auch Andreas Fröhlich zu hören ist. Und hier habe ich eine erste Rezension zum Buch gefunden - dass sie so positiv ausfällt werte ich mal als gutes Omen. Die Osterfeiertage... ...liegen nunmehr hinter uns: Ich habe sie u.a. für einen Ausflug zur Kaiserpfalz in Ingelheim genutzt. Die über die ganze Stadt verstreuten Ruinen lassen zwar nicht sonderlich viel Mittelalter-Feeling aufkommen - umso mehr aber konnte man im kleinen Museum in die Welt Karls des Großen eintauchen, nicht zuletzt dank der Animationen eines Kurzfilms. Aus dem Alter, Eier zu suchen, bin ich zwar seit langem raus, immerhin wurde aber mit Eierlikör angestoßen - nicht nur auf das Hochfest, sondern auch auf den Abschluss zweier neuer Buchverträge (die schon vor den Feiertagen ausverhandelt wurden). Worum es genau geht, werde ich berichten, sobald alles in trockenen Tüchern ist, sprich: die Verträge unterschrieben sind. Freundin In der aktuellen Ausgabe der Freundin gibt es einen kurzen Artikel über den Engeltrend auf dem Buchmarkt - vorgestellt wird u.a. auch mein bzw. Leah Cohns Roman "Der Kuss des Morgenlichts". Der gleichfalls abgebildete Schauspieler Paul Bettany in der Rolle eines himmlischen Muskelprotzes samt harter Kampfausrüstung hat zwar wenig Ähnlichkeiten mit meinem feinsinnigen Protagonisten Nathan - aber ein Hingucker ist sein Sixpack allemal ;-) Nachzulesen ist der Artikel hier. Blogbeiträge November 2009 |