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Historische Romane Ein ebenso wichtiger wie angenehmer Part meines "Autorenjobs" ist es, Romane meines Genres zu lesen und mich so zu informieren, wie meine KollegInnen "es" machen. Der Markt an historischen Romane ist schwer zu überblicken; extrem groß auch die Bandbreite hinsichtlich Anspruch, Sprache, historischer Genauigkeit etc. Deswegen ist es immer schön, wenn man auf besondere "Perlen" dieses Genres trifft. Die
Themen der historischen Roman, die ich eben lese oder die noch auf dem SUB
auf mich warten, sind vielfältig: - Ebenso empfehlenswert ist die "Die Kosakenbraut" von Katerina Timm, dessen Reiz für mich vor allem in seinem so ungewöhnlichen Schauplatz liegt. (Hier konnte ich auch als kundige Historikerin noch viel lernen). - In ihrem Buch die "Galgentochter" - erster Band der Reihe "Die Verbrechen von Frankfurt" - beweist Ines Thorn jede Menge kriminalistisches Talent sowie ein Faible für Kochrezepte und manch "schwarzhumorige" Szenerie. - "Die Lagune des Löwen" von Charlotte Thomas ist ebenso sinnlich, farbenprächtig und spannend erzählt wie der Vorgänger "Die Madonna von Murano". - Noch nicht erschienen, aber demnächst auf dem Markt: "Die zwölfte Nacht" von Charlotte Lyne, die mich schon mit ihrem Debüt "Die Glocken von Vineta" begeistert hat.
Exzessfrei Ebenso hartnäckig wie das Gerücht, dass Autoren entweder Multimillionäre sind oder unter der Brücke schlafen, hält sich jenes, wonach die Psyche selbiger von überdurchschnittlicher Labilität bestimmt ist. Der Künstler an sich gilt gerne mal als wahnsinnig, exzessiv und unberechenbar. Er muss sich ja nicht gleich ein Ohr abschneiden, aber so 'ne ganz banale Schaffenskrise sollte es schon ab und an geben, um das Image aufrecht zu erhalten. Ich fürchte freilich, dass ich bei besagter banaler Schaffenskrise nur das Banale zu liefern habe, nicht die Krise. Wahrscheinlich führe ich sogar das Ranking der langweiligsten Autoren auf dieser Welt. Ich saß noch nie schreiend oder heulend vor einem leeren Blatt Papier; ich habe noch nie Hilfe bei Aufputschmittel gesucht, die über eine Tasse Kaffee oder ein Glas Sekt hinausgehen. Zugegeben: iIh schlafe gerne lange, aber dem gehen keine durchgearbeiteten Nächte voraus, in deren Morgengrauen das Geschriebene in viele kleine Teile zerfetzt wurde. Am ehesten hätte ich noch Schreibräusche und nagende Sinnfragen im Angebot - allerdings in gesunden Maßen. Weder haben mir erstere jemals dazu gebracht, das tägliche Pensum mal eben so zu verdreifachen, noch zweitere auf Brücken getrieben, um von dort runterzuspringen. Natürlich könnte ich mich jetzt ernsthaft fragen, ob der Mangel an diesem exzentrisch-labilen Persönlichkeitsanteil in der produktiven Sparte meines Lebens eventuell einen Mangel an Genie verheißt. Ich glaube aber, selbst das sehe ich zu pragmatisch und fantasielos, wenn ich mir denke: Im Zweifel lieber langweilig leben als langweilig schreiben ;-)
Konzentration Wenn Thomas Mann an Romanen schrieb, so erzählten später seine Kinder, hatte in seinem Haus absolute Ruhe zu herrschen. Unerwartete Anrufe waren ebenso verpönt wie lautes Ballspielen im Garten. Mag sein, dass einem Literaturnobelpreisträger die Ansprüche hypersensibler Ohren geschuldet sind. Heutigen Autoren kann ich dennoch nur raten, sich eine möglich hohe Reizresistenz zuzulegen. Wer sein Leben ausschließlich der Schreiberei widmen und sämtliche lästige Alltags- und Erziehungspflichten auf williges Personal und/oder Ehegatten abwälzen kann, sei beglückwünscht. Der Blick auf meinen Arbeitsalltag und den vieler meiner Kollegen sieht da schon anders aus. Von mindestens einer schreibenden Mutter weiß ich, dass sie ein neues Kapitel auch dann zustandebringt, wenn nebenan der einjährige Nachwuchs auf den Kochtopf schlägt. Meine persönliche Reizschwelle hinsichtlich den Lebensäußerungen von Kleinkindern habe ich noch nicht ausgetestet. Da ich aber nicht aus einer Künstler-, sondern einer Sportlerfamilie stamme, habe ich früh damit zu leben gelernt, einen Dialog meiner Protagonisten zu verfassen, während zur gleicher Zeit im Hintergrund ein Fußballmatsch läuft oder über den eben zurückliegenden Trainingslauf diskutiert wird. Für diese Erfahrung bin ich durchaus dankbar - so nervtötend sie damals auch war. Im überfüllten Zug oder Flieger zu schreiben, zwischen zwei Telefonkonferenzen oder im Wartezimmer - das alles lernt man anderswo wohl nicht so gut.
Erholung Die letzten Tage dienten vor allem eins: der Erholung vom Urlaub. Eigentlich sollte man erwarten, dass gerade letzterer diese bringen würde, doch etwa tausend gefahrene Autokilometer und sieben verschiedene Unterkünfte in einer einzigen Woche, dazu jede Menge Besichtigungen - nun, das verlangt alles seinen Tribut. In einer einzigen Sache raste ich mich allerdings keinesfalls aus: beim Schreiben. In den letzten Tagen wurde das Pensum stets erfüllt - mit einer viel größeren Leichtigkeit als vor dem Provence-Trip, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich nun viel konkretere Bilder vor mir habe. Auf meiner Reise habe ich viele Eindrücke wie ein Schwamm aufgenommen - jetzt gilt es ihn, der förmlich "trieft", nur mehr auszuwinden.
Montmajour und Aigues-Mortes Einen würdigen Abschluss fand meine Provence-Reise heute zunächst mit einem Abstecher zur Abtei Montmajour. Seit dem zehnten Jahrhundert waren hier Benediktiner präsent - in den alten Gemäuern ist bis heute noch viel Atmosphäre eines mittelalterlichen Klosters zu spüren. Danach ging es durch die Camargue (deren Reiz sich mir nicht wirklich erschloss; ich bin als Österreicherin wohl zu sehr "Bergmensch", um mich von dieser absolut flachen Landschaft begeistern zu lassen) nach Les-Saintes-Maries-de-la-Mer und anschließend - ein absolutes Highlight - nach Aigues-Mortes. Louis IX. hat hier den ersten Mittelmeerhafen Frankreichs errichtet - doch schon bald nach dessen Gründung ist dieser versandet und konnte nicht mehr genutzt werden. Eine Wanderung auf den mittelalterlichen Stadtmauern mit vielen - kleinen und großen - Türmen war mein letzter großer Fußmarsch ehe die Fahrt zum Flughafen anstand.
Les Baux-de-Provence Wie fühlt es sich an, einen engen, feuchten Gang in die Tiefe zu einem Kerker zu steigen? Wie bewegt man sich auf rutschigen, schiefen und ausgetretenen Stufen? Wie stark weht der Wind auf der Spitze eines Burgturms? All das sind sinnliche Erfahrungen, die ich heute zur Genüge sammeln konnte - auf jenen Burgruinen, die ein eindrucksvolles Zeugnis der mächtigen Grafen von Les Baux geben. Über Jahrhunderte haben diese hier geherrscht - und nicht zuletzt vom guten Ausblick über die Alpilles bis hin zur Camargue profitiert. Dieser Ort
wird in meinem Roman wohl nicht vorkommen - dennoch war es für künftiges
Schreiben sehr anregend, dessen "Genius loci" nachzuempfinden.
Auf diese Weise speichere ich Empfindungen im Gedächtnis, um sie
irgendwann einmal in einem Manuskript wieder herauf beschwören zu
können.
Aurel... ...heißt der männliche Protagonist meines Romans - darüber hinaus aber auch ein Ort in der Provence, nahe des Mont Ventoux. Obwohl die Lavendelfelder zu dieser Jahreszeit noch nicht in Blüte stehen, ist es eine sehr malerische Kulisse. Als ich durch die engen Gässchen von Aurel marschierte, kam ich spontan auf die Idee, meinen Protagonisten aus diesem Ort, den es schon im Mittelalter gegeben hat, stammen zu lassen. Das würde bedeuten, dass auch sein Bruder Emy gleiche Heimat bekäme - und ja: in ihrer "Sanftheit" passt sie zu ihm. Ansonsten standen heute Digne und Sisteron auf dem Programm - letzteres mit seiner atemberaubenden Zitadelle das Tor zwischen der Provence und der Dauphiné. Von jener Zitadelle führen 238 Stufen unterirdisch in den Ort - einen Weg, den man auch als Besucher nehmen kann. Was ich allerdings nicht wusste (und auch nicht entsprechend angekündigt war): Die Verbindungstür war abgesperrt, sodass es nach den 238 Stufen hinunter ebenso viele wieder nach oben ging. (Es erübrigt wohl hinzuzufügen, dass zwar nicht meine Schriftstellerseele, umso mehr aber meine Beine das Ende der Provence-Reise herbeisehnen.)
Moustiers-Sainte-Marie Angesichts der vielen tollen Reiseeindrücke bin ich sparsam, was den Gebrauch von Superlativen anbelangt. Doch den Ort, den ich heute - nach Grimaud, dem Grand Canyon du Verdon und dem Lac de la Sainte-Croix - kennen lernen durfte, gehört mit zum Schönsten und Eindruckvollsten, was ich jemals gesehen habe: Moustiers, dessen größter Blickfang - die Kapelle aus dem 11. Jahrhundert - unmittelbar aus der schroffen Felswand ragt. Auf Recherchereise geht es mir nicht nur darum, möglichst viel Originalschauplätze zu besuchen. Ich will zudem an Orten, wo das Mittelalter förmlich pulsiert, dessen Geist spüren und solcherart das Denken und Fühlen dieser Epoche besser nachvollziehen. An einem Ort wie Moustiers erkennt man sehr gut das Bedürfnis des mittelalterlichen Menschen, das Göttliche (dessen Existenz damals wohl niemand in Frage gestellt hat) sichtbar werden zu lassen, den großen Creator, der die Welt aus dem Nichts erschaffen hat, also insofern nachzuahmen, als dass man ihm in vermeintlich unwegsamer Gegend ein Zeichen setzt. Unvorstellbare Mühen muss es gekostet haben, um an dieser Stelle eine Kirche erstehen zu lassen - Mühen, für die die Erbauer wohl nicht zuletzt himmlischen Lohn erwartet haben. Auch wenn man heute den (ohne Steine wohl viel weniger schweißtreibenden) Aufstieg in Angriff nimmt, kriegt man viel zurück: nebst der wunderschönen Aussicht ein überwältigendes Gefühl von Ruhe und Frieden.
St. Tropez An der Küste entlang - die schönen Île d'Hyères passierend - ging es heute nach St. Tropez. Im Ort der Schönen und Reichen ist von selbigen zu dieser Jahreszeit nicht viel zu sehen. Ich konnte leider nichts zu deren Dichte beitragen: Was den Reichtum anbelangt, ist der bei Schriftstellern ja meistens eher mau bestellt (Ausnahmen wie Rowling und Brown bestätigen Regeln). Und ich fürchte mit reisetauglichem Rucksack und bequemen Sportschuhen ist auch die Erfüllung der hiesigen Gucci&Prada- Schönheitskriterien illusorisch. Treu meinem Berufsstand war ich darum weniger von den fetten Yachten im Hafen beeindruckt als vielmehr von der Zitadelle, die das Fischerdorf krönt. Diese stammt zwar aus dem 17. Jahrhundert und hat darum mit meinem Mittelalterroman wenig zu tun, doch innerhalb der alten Mauern ließ sich eine Schlüsselszene meines Buchs gut nachfühlen. Hier die dazu passenden Fotos:
Schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man die Klippen des Corniche de Crêtes bei Cassis betritt: Vom Strand aus besehen wirken diese sehr malerisch. Von oben aufs Meer blickend, habe ich hingegen weniger an einen Historischen Roman gedacht, als vielmehr an einen Krimi: Da es dort ohne Sicherheitsabsperrung gefühlte hundert Meter in die Tiefe geht, wäre das ein geeigneter Schauplatz für den perfekten - nämlich als Fehltritt getarnten - Mord. An einer der Calanques, der tief in das Land hineinreichenden Buchten, habe ich später im Kopf eine der ersten Szenen im Fischermilieu durchgespielt - sprich: eigentlich habe ich sie nicht nur im Kopf gehabt, sondern laut vor mich hergemurmelt, was wahrscheinlich einige Touristen ziemlich verwundert haben dürfte ;-)
Avignon Ich habe also jenen Boden betreten, auf dem sich meine aktuellen Romanhelden tummeln - und auch wenn besagte Helden fiktiv sind, so werden sie am Originalschauplatz gleich viel lebendiger, ja, der ganze Roman scheint hier regelrecht zu "atmen". Will man
sich in mittelalterliche Atmosphäre hineindenken, ist im heutigen
Frankreich natürlich vor allem viel Fantasie erfordert: Man muss sich
entweder etwas dazu denken (z.B. einstige Mauern auf heutigen Ruinen) oder
etwas weg denken (z.B. spätere Gebäude).
7. April 2008 Reiseroute Nachdem der Rucksack gepackt und der erste Anflug einer Erkältung - hoffentlich - erfolgreich bekämpft wurde (verschnupft reist es sich nicht ganz so gut), kann dem Abflug in die Provence nun nichts mehr im Wege stehen. Für die eine Woche ist viel geplant: Von Montpellier soll es zunächst nach Avignon gehen, in die Stadt der Päpste, und von dort über Arles an die Küste nach Cassis. Wenn das Wetter mitspielt (im Moment wird es für die Region etwas wechselhaft vorhergesagt) steht einer Wanderung an den Calanques nichts im Wege. An der Küste entlang geht es weiter bis nach Saint-Tropez, wo ich mich dann allerdings vorerst vom Meer verabschiede, um im Landesinneren zunächst den Grand Canyon de Vernon und später den Mont Ventoux kennen lernen möchte. Zuletzt soll eine Stippvisite ins mittelalterlich Les-Baux-de-Provence folgen und vielleicht - so es denn der Zeitplan zulässt - ein Abstecher in die Camargue. Ein dicht gedrängtes Programm also. Wenn mich die französischen Hotels mit Wireless LAN versorgen (bei dem letzten Frankreichtrip sah es damit ganz gut aus) werde ich Sie an dieser Stelle selbstverständlich mit Neuigkeiten und vielleicht sogar mit dem ein oder anderen Foto versorgen. Sollte es wider Erwarten doch nicht klappen, gibt es hinterher einen ausführlichen Reisebericht.
Perspektiven Die angepeilten 100.000 Wörter (etwa 2/3 des Romans) ruhen auf meiner Festplatte; morgen ist noch ein Drehtag für eines der Internet-Formate, die ich als Redakteurin betreue, zu absolvieren - und dann steht dem "Urlaubsfeeling" nichts mehr im Wege. Auch wenn ich mich in der Provence natürlich eingehend mit meinem Roman beschäftigen werde, freue ich mich darauf, mal einige Tage nicht in sämtliche seelischen Tiefen meiner Protagonistin steigen zu müssen. Vor jedem Roman steht man als Autor grundsätzlich vor der Entscheidung: Wähle ich die Perspektive eines einzigen Protagonisten oder beschreibe ich die Geschichte mithilfe unterschiedlicher Handlungsstränge. Beim "Geständnis der Amme" habe ich letzteres gemacht - beim Provenceroman ist es hingegen ausschließlich Alais, durch deren Blickwinkel ich die abenteuerliche Ereignisse erzähle. Beides hat seinen Vorteil: Mehrere Perspektiven gestalten das Schreiben abwechslungsreicher; wählt man hingegen nur eine einzige, kommt man dieser einen Hauptperson in sämtlichen Facetten sehr nahe. Man schlüpft, wie ich finde, noch viel tiefer in ihre Haut. Freilich -
manchmal kann das gehörig anstrengend sein, sodass die vorübergehende
"Enthäutung" zum einen gewisse Entspannung bringen wird, zum
anderen auch wichtige neue Impulse. Aus gegebenem Anlass... ...gibt es heute noch einen zweiten Blogeintrag. Eben habe ich den Covervorschlag für meinen nächsten Roman bekommen. In Kürze gibt's darüber mehr auf dieser Seite zu erfahren; hier schon mal sein Erscheinungsbild zur Begutachtung:
Geschichte Eine meiner Leidenschaften ist noch langjähriger als die fürs Geschichtenerzählen: nämlich die für die Historie. Seit ich denken kann, hat mich alles "Alte" (ob nun eine Burgruine oder ein vergilbter Familienstammbaum) magisch angezogen. Ich habe seinerzeit nicht zuletzt darum begonnen, Historische Romane zu schreiben, weil sie ein Vehikel sind, mich in vergangene Epochen hineinzuversetzen. Allerdings bin ich froh, diese Zeitreisen bequem vom Schreibtisch aus machen zu können und nicht in Natura. So sehr mich vergangene Welten interessieren - als ein Mensch, der beim Zahnarzt auf jeden Fall eine Spritze braucht und der sich an kalten Wintertagen an warmen Vollbädern erfreut jagt mir die Vorstellung, beispielsweise im Mittelalter leben zu müssen, nacktes Grauen ein. Das ist vielleicht auch der "lehrreiche" Aspekt, den die Beschäftigung mit der Geschichtswissenschaft bringt: Dass man unglaublich dankbar für ein Leben wird, das man ohne die Bedrohung durch Hungersnöte, marodierende Söldner und die Pest verbringen darf. Dass man viele Nöte seines Alltags relativieren und somit eine gewisse Demut lernt. Dass man schließlich Errungenschaften von Aufklärung und Moderne nicht als selbstverständlich hinnimmt - und dazu zählt für mich nicht zuletzt die Chance beider Geschlechter, sich selbst und seine Talente bestmöglich zu verwirklichen.
Und noch mal die Chronistin Nach einigen ereignisreichen und - auch in schriftstellerischer Hinsicht - produktiven Tagen in Köln, bin ich wieder nach Frankfurt zurückgekehrt, um hier erfahren, dass in diesen Tagen die Taschenbuchausgabe von der "Chronistin" ausgeliefert wird. Nach dem Paperback und der Buchclub-Ausgabe ist dies nun schon die dritte Version, in der sie sich auf dem Buchmarkt präsentiert - und ich hoffe, dass meine sperrige, hartnäckige, schwierige, willensstarke, unsensible, gebildete, tragische, grausame, belesene, bösartige "Große" ein paar weitere Leserherzen für sich gewinnt. Sophia ist nicht meine Lieblingsheldin (das ist bislang absolut ungeschlagen Königin Judith aus dem "Geständnis der Amme") - aber im Kreise der vielen ebenso starken wie ambivalenten Frauen, über die ich schreibe, ist und bleibt sie nun mal meine Erstgeborene. Unterdessen trennen mich nicht mehr viele Worte von den vorerst mal angestrebten 100.000 meines Provence-Romans. Auf so viel wollte ich ja noch kommen, ehe ich in den Süden aufbreche und das Manuskript dann für eine Woche ruhen lasse. Da bis Dienstag ja noch etwas Zeit bleibt, wird es nicht schwierig sein, angestrebtes Pensum tatsächlich abzuarbeiten.
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